Archetypen Qigong

Warum Menschen das Qi so unterschiedlich erleben – und was passiert wenn Du entdeckst warum…

Was sind die Archetypen?

Die Archetypenlehre nach Varda Hasselmann beschreibt die seelische Grundstruktur eines Menschen – seine sogenannte Seelenmatrix. Diese Matrix umfasst mehrere Ebenen, die Einfluss auf unsere Wahrnehmung, die Weltsicht und unser SO-Sein haben. Zusammen formen sie eine Art inneren Bauplan, der bestimmt, wie wir die Welt wahrnehmen, verarbeiten und auf sie antworten. So individuell wie ein Fingerabdruck. Im weiteren beschreiben die „Welten der Seele“ auch die Vereinzelung der Seele und wie wir in einem größeren Kontext eingebunden sind, welche Aufgabe wir als Mensch verfolgen und warum wir uns immer wieder geführt fühlen.

Verwenden wir den Begriff  „Seele“, so ist mir bewusst, dass dieser im deutschsprachigen Kontext völlig unterschiedliche Anwendung findet und für manche mit spiritueller Abgehobenheit oder gar Ängsten und Ablehnung verbunden sein könnte. Die Seelenmatrix ist kein spirituelles Bekenntnis, keine Glaubenslehre und auf gar keinen Fall eine Glaubensgemeinschaft. Sie dient mir als Modell zur Selbstreflexion – ein strukturiertes Beschreibungssystem, das hilft, die eigene Wahrnehmung, Reaktionsweise und innere Dynamik klarer zu verstehen. Sie spricht die Sprache unser westlich geprägten Kultur und eignet sich für ein tieferes Verständnis auch im Qigong.

Was hat das mit Qigong zu tun?

Die daoistischen und buddhistischen Wurzeln des Qigong haben diesen Weg stets klar benannt: Im Daoismus gilt es, den Yuán Shén (元神) – den ursprünglichen, ungetrübten Geist – freizulegen, der allem Erleben vorausgeht und im Xiān Tiān (先天), dem vorgeburtlichen Himmel, verankert ist. Der Chan-Buddhismus zielt auf dasselbe aus einer anderen Richtung: die Erkenntnis der eigenen Buddha-Natur, das Durchschauen des konditionierten Ich und das unmittelbare Gewahrsein des Geistes jenseits aller Vorstellung. Beide Traditionen sind sich einig – wer Qigong über die Ebene der Körperübung hinaus praktizieren möchte, kommt nicht daran vorbei, sich mit der eigenen Geistigkeit auseinanderzusetzen. Das war schon immer so.

Da ich jedoch beobachte, dass diese Konzepte für viele Menschen schwer zugänglich sind – zu fremd, zu abstrakt, zu weit von der eigenen Lebenswelt entfernt – verwende ich im Archetypen-Qigong ein Reflexionssystem westlicher Herkunft. Es trägt eine andere Sprache, aber dieselbe Ausrichtung: das Eigene klarer zu sehen, um tiefer loslassen zu können.

Das individuelle ERLEBEN im Qigong: die WAHR-Nehmung

Wer Menschen im Qigong unterrichtet oder begleitet, kennt die Beobachtung: Dieselbe Übung, dieselbe Anleitung – und doch erleben die Teilnehmenden etwas grundlegend Verschiedenes. Die einen tauchen sofort in tiefe innere Bilder ein. Andere spüren kraftvolle Dynamik, wieder andere emotionale Wärme oder ein feines Fließen. Diese Unterschiede sind kein Zufall und kein Versagen – sie sind Ausdruck der je eigenen seelischen Struktur. Die Archetypenlehre bietet uns eine Landkarte mit der wir Orientierung finden können und unsere Wahrnehmungen einordnen können.

Qigong war von jeher ein Weg nach innen. Die östlichen Weisheitstraditionen – ob Daoismus, Chan-Buddhismus oder Tantra – zielen letztlich auf dasselbe: das verkrampfte, konditionierte Ich loszulassen und das Wesen des „SELBST“ klarer zu erkennen. Die Seelenmatrix bietet dabei ein westliches Reflexionswerkzeug, das diesen Prozess nicht ersetzt, sondern erhellt. Indem wir verstehen, wie unsere archetypische Struktur unsere Wahrnehmung formt, können wir gezielter loslassen – und tiefer ankommen.

Das Forschungsprojekt

Derzeit formiert sich eine Forschungsgruppe, die diesen Fragen gemeinsam nachgeht. Aktuell sind rund zehn Teilnehmer:innen dabei – die Gruppe soll auf bis zu zwanzig Personen anwachsen und nimmt weiterhin Interessierte auf. Besonders willkommen sind Menschen, die ihre eigene Seelenmatrix bereits kennen und bereit sind, ihr Qi-Erleben systematisch zu beobachten und zu reflektieren.

Zum Einstieg steht ein kostenloser Einführungskurs auf der Lotus-Qigong-Masterclass zur Verfügung. Er enthält die Aufzeichnung der Kick-Off-Veranstaltung vom 10. Juni 2026, eine Einführung in die Archetypenlehre sowie die Vorstellung der Seelenmatrizen von Markus Ruppert und Kerstin Kellner, die das Projekt gemeinsam leiten.

Kontakt: Markus Ruppert, mail@lotus-qigong.de, Tel.: 0171 – 1440664

Markus Ruppert

Steinbacher Weg 12
87730 Bad Grönenbach (Allgäu)

Kontakt

Email: mail@lotus-qigong.de

Tel.: +49 (0) 83 34 / 988 57 94